Um Produkte aus Excel in WordPress zu importieren, speicherst du die Tabelle als CSV-Datei (in Excel: Datei > Speichern unter, dann CSV UTF-8 (durch Trennzeichen getrennt)) und lädst sie mit einem Importer hoch: dem von WooCommerce für einen Shop, einem allgemeinen Import-Plugin für andere Inhaltstypen oder dem Importer deines Katalog-Plugins. Die meisten fehlgeschlagenen Importe liegen an der Datei, nicht am Importer: falsches Trennzeichen, kaputte Umlaute, verlorene führende Nullen oder fehlende Artikelnummern.
Diese Anleitung zeigt, wie du die Tabelle vorbereitest, richtig speicherst, importierst und die Fehler behebst, die am häufigsten vorkommen.
Warum WordPress einen Importer braucht (und welchen)
WordPress selbst kann keine Tabelle lesen. Die Importer unter Werkzeuge > Import sind für andere Blogplattformen, RSS und WordPress-Exportdateien gedacht, nicht für CSV oder Excel. Was du brauchst, hängt davon ab, wo die Produkte liegen:
| Deine Produkte liegen in | Importer | Datei |
|---|---|---|
| WooCommerce | Der eingebaute Produkt-Importer (Produkte > Alle Produkte, dann Importieren) | CSV in UTF-8 |
| Einem eigenen Produkttyp oder benutzerdefinierten Feldern | Ein allgemeines Import-Plugin, das Spalten den Feldern zuordnet | CSV, manche lesen auch Excel-Dateien |
| Einem Katalog-Plugin | Die eigene Importseite des Plugins, falls vorhanden | Meist CSV |
Die Anleitung zum CSV-Importer von WooCommerce (auf Englisch) verlangt die Kodierung UTF-8 und kann bestehende Produkte über die Artikelnummer (SKU) zuordnen. Allgemeine Importer sind am flexibelsten und brauchen die meiste Einrichtung, weil du jede Spalte von Hand zuordnest. Der Importer eines Katalog-Plugins kennt seine eigenen Felder, es gibt also wenig zuzuordnen.
Die Excel-Tabelle vorbereiten: eine Zeile pro Produkt
Egal mit welchem Importer: Eine saubere Tabelle folgt immer denselben Regeln. Korrigiere diese Punkte in deiner Arbeitskopie, bevor du irgendetwas speicherst.
- Eine Kopfzeile mit den Spaltennamen, die der Importer erwartet, und nichts darüber: kein Logo, kein Titel, kein Datum.
- Eine Zeile pro Produkt. Keine Zwischensummen, keine leeren Trennzeilen, keine verbundenen Zellen.
- Eine eindeutige Artikelnummer in jeder Zeile. Über diesen Code erkennt ein Importer ein Produkt beim zweiten Mal wieder. Er entscheidet also zwischen „aktualisieren“ und „Dublette anlegen“.
- Reine Werte. Zahlen ohne Einheiten (
600, nicht600 l) und nur eine Information pro Zelle. - Mehrere Werte mit dem Trennzeichen, das dein Importer erwartet, zum Beispiel einem senkrechten Strich:
Restaurants|Hotels. - Bilder als vollständige Webadressen, beginnend mit
https://, wenn der Importer Fotos herunterlädt. - Ein einziges Tabellenblatt. Excel speichert nur das aktive Blatt als CSV, also gehört alles, was importiert werden soll, auf dasselbe Blatt.
Codes vor der automatischen Formatierung von Excel schützen
Excel behandelt alles, was wie eine Zahl aussieht, als Zahl. Die Microsoft-Seite zum Beibehalten führender Nullen und großer Zahlen bestätigt, dass Excel führende Nullen entfernt, lange Zahlen in wissenschaftlicher Schreibweise zeigt (1,23E+15) und nur 15 signifikante Stellen behält. Für Artikelnummern und EAN-Barcodes ist das Datenverlust. Formatiere die Spalte mit den Codes als Text, bevor du die Codes eingibst oder einfügst, oder setze vor jeden Code einen Apostroph.
Als CSV speichern: Kodierung, Trennzeichen und Dezimalzeichen
Kodierung
Wähle in Excel Datei > Speichern unter und dann CSV UTF-8 (durch Trennzeichen getrennt). UTF-8 erhält Umlaute, ß und Sonderzeichen. Manche älteren Excel-Versionen bieten diese Option nicht; prüfe dann, ob dein Importer das einfache Format CSV (Trennzeichen-getrennt) akzeptiert. In Google Sheets nutzt du Datei > Herunterladen > Kommagetrennte Werte (.csv).
Wenn aus Umlauten nach dem Import seltsame Zeichenpaare werden (zum Beispiel „ü“ statt „ü“), sind sich Datei und Importer über die Kodierung nicht einig. Speichere die Datei erneut als CSV UTF-8.
Trennzeichen
Trotz des Namens verwendet Excel nicht immer Kommas. Es nutzt das Listentrennzeichen aus den Regionaleinstellungen deines Computers, und wo das Komma das Dezimalzeichen ist, etwa in Deutschland und Österreich, ist das meist ein Semikolon. Microsoft erklärt das auf der Seite Importieren oder Exportieren von Textdateien. Öffne die CSV-Datei in einem einfachen Texteditor (Editor unter Windows oder TextEdit auf dem Mac), um zu sehen, welches Zeichen deine Datei wirklich verwendet, und prüfe dann, ob dein Importer es akzeptiert.
Dezimal- und Tausendertrennzeichen
Entscheide dich für ein Dezimalzeichen und verwende es überall. Entferne Tausenderpunkte aus den Zahlen: 1.200 kann je nach Software als tausendzweihundert oder als eins Komma zwei gelesen werden. Öffne die CSV-Datei nicht noch einmal in Excel, um sie erneut zu speichern: Excel kann Codes und Zahlen beim Öffnen wieder umformatieren.
Import in ein Katalog-Plugin, Schritt für Schritt
Hier ist der komplette Ablauf mit Product Viewer, unserem Katalog-Plugin für WordPress, nach der Anleitung Produkte aus einer CSV-Datei importieren. Der CSV-Import gehört zur Vollversion (eine Einmalzahlung) und zur 7-tägigen Testphase; in der kostenlosen Version fügst du Produkte von Hand hinzu.
1. Zuerst die Filter anlegen
Der Importer erkennt eine Spalte pro Filter, die Filter müssen also vor dem Import existieren. Lege sie unter Product Viewer > Filters an, wie in Filter und Einträge anlegen beschrieben.
2. Die Kopfzeile kopieren
Öffne Product Viewer > Import. Das Feld How the file has to look zeigt genau die erste Zeile, die deine Datei braucht, zum Beispiel sku,title,excerpt,image,range,function,capacity. Kopiere sie in die erste Zeile deiner Tabelle.
| Spalte | Was hineinkommt |
|---|---|
sku | Die Artikelnummer. Sie entscheidet, ob eine Zeile ein neues Produkt anlegt oder das Produkt mit derselben Nummer aktualisiert. |
title | Der Produktname. Neue Produkte ohne Namen bekommen die Artikelnummer als Namen. |
excerpt | Die Kurzbeschreibung auf der Karte. |
content | Optional: die vollständige Beschreibung für die Produktdetailseite. |
image | Die vollständige Adresse des Fotos, beginnend mit https://. |
| eine Spalte pro Filter | Benannt wie auf der Seite Import: der Filtername in Kleinbuchstaben, Leerzeichen werden zu Unterstrichen (aus Art der Montage wird art_der_montage). Bei einem Listenfilter schreibst du den Eintrag, mehrere getrennt durch einen senkrechten Strich; bei einem Zahlenfilter nur die Zahl. |
Die Datei braucht mindestens sku oder title. Einträge, die es noch nicht gibt, werden automatisch angelegt, und Zahlen dürfen ein Komma oder einen Punkt verwenden (600,5 oder 600.5). Eine eigene Preisspalte gibt es nicht: Wenn Kunden Preise sehen oder danach filtern sollen, lege dafür einen Zahlenfilter an.
3. Speichern und hochladen
Speichere als CSV UTF-8 (durch Trennzeichen getrennt); die normale CSV-Option funktioniert auch. Das Trennzeichen musst du nicht ändern: Das Plugin erkennt Kommas, Semikolons und Tabulatoren und liest Umlaute sowohl aus UTF-8-Dateien als auch aus der Windows-Standardkodierung von Excel.
4. Erst der Probelauf, dann der Import
- Wähle unter Upload the file deine CSV-Datei aus.
- Lass Dry run first (erst ein Probelauf) angehakt.
- Hake Download the images an, wenn die Datei Bildadressen enthält: Die Fotos werden in deine Mediathek kopiert.
- Klicke auf Import und lies das Ergebnis: Dry run finished, nothing was written. To create: X, to update: Y, skipped: Z.
- Wenn die Zahlen deinen Erwartungen entsprechen, entferne den Haken beim Probelauf und klicke erneut auf Import.
Die Preisliste später aktualisieren
Ein guter Importer erlaubt dir, weiter in Excel zu arbeiten und einfach erneut zu importieren. In Product Viewer werden Produkte mit derselben Artikelnummer aktualisiert, neue Nummern werden angelegt, und nichts wird doppelt angelegt. Produkte, die in der Datei fehlen, bleiben unverändert und werden nicht gelöscht.
Geschrieben werden nur die Spalten, die in der Datei stehen. Eine Datei mit nur sku und einer Filterspalte aktualisiert diesen Filter und sonst nichts, praktisch für eine schnelle Änderung im ganzen Sortiment. Vorsicht im umgekehrten Fall: Eine leere Zelle in einer vorhandenen Spalte leert dieses Feld beim Produkt (Ausnahme ist title: Eine leere Zelle behält den aktuellen Namen).
Typische Importfehler und wie du sie behebst
| Was du siehst | Wahrscheinliche Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Alles landet in einer einzigen Spalte oder einem Feld | Der Importer erwartet ein anderes Trennzeichen | Datei im Texteditor prüfen; Trennzeichen ändern oder im Importer auswählen |
| Kaputte Umlaute | Kodierung passt nicht | Erneut als CSV UTF-8 speichern |
| Codes haben ihre führenden Nullen verloren oder wurden zu 1,23E+15 | Excel hat sie in Zahlen umgewandelt | Spalte als Text formatieren und die Codes neu eingeben |
| Dubletten nach dem zweiten Import | Fehlende oder geänderte Artikelnummern | In jeder Zeile die Nummer ausfüllen und sie nie ändern |
| Zwei Einträge für dasselbe („Hotel“, „Hotels“) | Uneinheitliche Schreibweise in der Tabelle | In Excel für diese Spalten eine Dropdown-Liste (Datenüberprüfung) verwenden |
| Fotos fehlen | Adressen unvollständig oder Bild-Download nicht eingeschaltet | Vollständige https://-Adressen verwenden und die Bildoption anhaken |
| Einige Zeilen fehlen | Sie standen auf einem anderen Tabellenblatt | Alle Produkte auf das Blatt setzen, das du speicherst |
Fazit: welcher Weg zu dir passt
- WooCommerce-Shop: der eingebaute CSV-Importer, mit einer sauberen UTF-8-Datei und einer Artikelnummer in jeder Zeile.
- Eigener Produkttyp oder ungewöhnliche Felder: ein allgemeines Import-Plugin, mit der Zeit, die das Zuordnen der Spalten kostet.
- Ein Katalog mit Filtern und ohne Shop: ein Katalog-Plugin mit eigenem Importer wie Product Viewer, bei dem Filterspalten, Trennzeichen und Aktualisierungen für dich erledigt werden.
In jedem Fall retten dich dieselben Gewohnheiten: eine Zeile pro Produkt, eine Artikelnummer, die sich nie ändert, und ein Probelauf vor dem echten Import. Wenn du noch überlegst, wie du dein Sortiment präsentierst, lies, wie du einen Produktkatalog ohne WooCommerce aufbaust und Produktfilter gestaltest, mit denen Kunden wirklich arbeiten können.
Häufige Fragen
Kann ich eine .xlsx-Datei direkt in WordPress hochladen?
Nur wenn dein Importer Excel-Dateien liest, wie es manche allgemeinen Import-Plugins tun. Der Produkt-Importer von WooCommerce und Product Viewer erwarten eine CSV-Datei, die du in Excel mit Speichern unter erstellst.
Warum speichert Excel meine CSV-Datei mit Semikolons statt Kommas?
Excel verwendet das Listentrennzeichen aus deinen Regionaleinstellungen, und in Ländern, in denen das Komma das Dezimalzeichen ist, wie in Deutschland, ist das meist ein Semikolon. Das ist kein Fehler, aber dein Importer muss es akzeptieren; Product Viewer erkennt Semikolons von selbst.
Entstehen Dubletten, wenn ich dieselbe Datei noch einmal importiere?
Nicht, wenn jede Zeile eine Artikelnummer hat und der Importer darüber zuordnet. In Product Viewer aktualisieren Zeilen mit einer vorhandenen Nummer dieses Produkt; nur neue Nummern oder Zeilen ohne Nummer legen neue Produkte an.
Kann ich mit der kostenlosen Version von Product Viewer Produkte importieren?
Nein. Der CSV-Import gehört zur Vollversion und zur kostenlosen 7-tägigen Testphase. In der kostenlosen Version fügst du Produkte einzeln über die Seite New product hinzu.

